Eine Taxifahrt in Wien am Freitag, 27. Jänner 2012

Die Fahrt begann im VIII. Bezirk Wiens, in der Florianigasse und endete im I. Bezirk, am Michaelerplatz

Die Abfahrt war um ca. 20:15, die geschätzte Fahrtzeit (inkl. aller geplanten Umwege) sollte maximal 15min betragen.

Die Fahrt begann ohne Störung bis Schottentor (Universitätsstr./ Schottengasse), danach trug sich, im Stenostil erzählt, folgendes zu

Taxi vor uns wird von „Demonstranten“ auf Fahrrädern angehalten. „Demonstranten“ nesteln „hilflos“ an Fahrrädern herum. Unser Taxi überholt das angehaltene Taxi und biegt in die Schottengasse ab. Vor uns Stau. ca. ein Dutzend „Demonstranten“ überholt uns mit Fahrrädern und blockiert mehrere Taxen vor uns. Nach mehreren Minuten (mindestens fünf) erscheint ein(!) Polizeifahrzeug und löst eine Ansammlung von „Demonstranten“ auf Fahrrädern an der Kreuzung Schottengasse/ Mölker Bastei auf. „Demonstranten“ kommen auf uns zu und stellen sich mit Fahrrädern vor unser Taxi. Weitere „Demonstranten“ gehen aufreizeind langsam um andere und unser Taxi herum und schauen in jedes Fenster. „Demonstrant“ will Taxifahrer einen Handzettel geben, klopft an Scheibe der Fahrertür. Auf Aufforderung versucht unser Taxi in die Schottenbastei einzubiegen. Vor der Straße steht ca. ein halbes Dutzend „Demonstranten“ und versperrt uns die Einfahrt. Haßerfüllte „Gesänge“ dröhnen zu unserem Taxi, einziges, halb verständliches Wort ist „Antifaschist“. Die „Demonstranten“ zeigen uns allen die Mittelfinger. Die meisten „Demonstranten“ waren vermummt, nur eine war klar als Frau erkennbar. Taxifahrer versucht, im Slalom die Schottenbastei zu erreichen, „Demonstranten“ springen aber bei jeder Fahrtrichtung vor’s Taxi. Taxi wendet und fährt zurück, Richtung Schottenring, „Demonstranten“ schlagen mit Händen auf das Autodach (und das ist laut!). Umweg über Schottenring, Hohenstauffengasse, Renngasse, Heidenschuß, Am Hof, Schulhof fast ereignislos, bis auf Polizei die uns den Weg zum Kohlmarkt befiehlt. Fahrt durch Seitzergasse mit Blumenkübeln versperrt, männliche Insassen im PKW vor uns (dem Augenschein nach KEINE Ballbesucher) entfernen diese. Stau ab Kreuzung Bognergasse/ Kohlmarkt.

Während wir im Stau standen konnte ich beobachten, wie sich ein „Demonstrant“ von hinten an einen AH e. s. v. Wiener B! Teutonia/ DB heranschlich, um ihm die Kopfcouleur aus der linken Hand zu klauen. Der genannte AH bemerkte das und konnte die Kopfcouleur behalten, woraufhin der „Demonstrant“ lachend(!)  durch die Bognergasse verschwand. Zur gleichen Zeit oder kurz danach fotografiert ein „Demonstrant“ alle Insassen unseres und aller weitere Taxen um uns herum. Während der Fahrt (im Schrittempo) wurden alle Insassen unseres Taxis als „Nazis“ beschimpft, begleitend zeigten die „Demonstranten“ mit den Fingern auf alle Insassen. Erst nach 45min erreichten wir, schockiert, aber körperlich unversehrt den Michaelerplatz.

Online-Bewerbung hat durchaus Vorteile

Es gibt drei Arten der Bewerbung. Die per Briefpost, die via e-Mail und die Online-Bewerbung. Auf Grund der Aktualität oder auf Grund der Unbekanntheit der Technik empfinden Bewerber hin und wieder Scheu, wenn es um eine Bewerbung online geht.

Für viele Bewerber ist die Nutzung des Internets jedoch alltäglich und das sollte bei der Stellensuche auch so sein. Bedenkt man die Vorteile, dann sollte die Online-Bewerbung bald zur Normalität geworden sein.

Doch welche Vorteile gilt es, zu nutzen? Götz F. Wichmann, Spezialist für Recruiting und Personalberater der BKW Unternehmensberatung GmbH aus München/ Grünwald zählt sie auf: der Stellensuchende kann sich gleich dort bewerben, wo er bei der Recherche im Internet eine für ihn interessante Stelle findet! Das spart Zeit. Auch weil das www schon bei vielen das Medium der Wahl zur alltäglichen Kommunikation geworden ist. Nicht nur Bewerber nehmen online Kontakt zu ihrem Wunscharbeitgeber auf, auch diese versenden Informationen zu offenen Stellen oder zur Firma online. Durch das Einrichten einer eigenen Bewerbungs-Homepage übermitteln suchende Firmen ihren potentiellen Mitarbeitern Rückmeldungen zum Stand der Bewerbungen. Durch den unmittelbaren Bezug zwischen ausgeschriebener Stelle und der Bewerbung online bieten Firmen ihren Kandidaten schon beim Ausfüllen eine Hilfestellung. So werden pro Stelle nur noch die wirklich benötigten Schwerpunkte abgefragt, es gibt also keine unnötigen Fragen mehr. Das Bewerbungs-System führt den Jobsuchenden durch den gesamten Prozess und leitet ihn an, was zu tun ist. Ein oft unbekannter Vorteil ist auch die einfache Auffindbarkeit der Bewerbung im System. Wenn die Zustimmung zu der Verwendung persönlicher Daten vorliegt, kann die suchende Firma dem Kandidaten auch andere, gleich gute oder gar besser geeignete Stellen vorschlagen.

Es gibt also keinen bequemeren Weg, sich um eine neue Position zu bewerben. Wer sich noch nie so beworben hat, dem ist zu raten, es auszuprobieren. Allen, die es schon länger nicht mehr oder nur selten getan haben sei gesagt: auf ein Neues! Viel Erfolg!

Dieser Artikel erschien zuerst im Münchner Wochenanzeiger vom 27. April 2011 auf Seite 23.